…Fischerei…die große SchwHAInerei…

Der FAO(Food and Agricultural Organisation of the U.N) Bericht von 2005 zeigte daß rund 1% der Weltweit angelandeten Fische Knorpeltiere sind.
In absoluten Zahlen bedeutet es ca. 700 000 bis 800 000 Tonnen, also rund 70- 100 Mio. Tiere.
60 % davon sind Haie. Diese Zahlen sind zweifelsohne unterschätzt, es handelt sich lediglich um eine offizielle Zahl, die Dunkelziffer liegt bestimmt bei ca. 150 Mio. Haifänge im Jahr. Dass bedeutet ein Zahl von 17.123 Haie die pro Stunde gefangen werden. In der Zeit in der ihr diesen Beitrag lest werden ca. 300 Haie getötet (gegenüber ca. 12 Menschen im Jahr die von Haien getötet werden, um das nebenbei mal zu erwähnen!).

Wie kommt es zu solchen Diskrepanzen? Viele Länder melden gar nicht erst all ihre Fänge, außerdem ignoriert die FAO Parameter wie Beifang, illegale Fischerei, Hobbyfischerei, aber auch all die Tiere, die für Nutzlos (zu klein, falsche Art, usw.), erachtet und somit verworfen werden.
Die tatsächliche Zahl ist doppelt so hoch als die berichtete! Die heutige Situation ist eine deutliche Verkleinerung der Fangrate, und eine sinkende Hai-Arten Diversität.
Die Kurve der Fangraten (seit dem Anfang der Aufzeichnungen bis Heute) zeigt ein bekanntes Phänomen: Eine Klassische „boom and bust“ Situation; eine anfänglich hohe Fangrate wird gefolgt von einem Zusammenbruch.
Wirtschaftliche Überlegungen und daraus folgende Anpassungen den Haifang betreffend ließen anfänglich die Fangrate explodieren, gefolgt wird dieser extreme Anstieg dann von einem massiven Populations-Zusammenbruch.

Selbst der Erlass von Gesetzen kann wenn eine bestimmte Populations-Größe erreicht ist, nicht mehr helfen. Es ist die kritische Populations-Größe, welche unter Bezug des Genpools (kleiner Genpool bedeutet genetische Verarmung und fördert genetische Defekte, Krankheiten weil Immunsystem und Resistenzen die Diversität eines ausgewogenen Genpools fehlt) und der Menge Paarungsfähiger (Die kritische –Populations-Größe ist bei geringer Geburtenrate und langer Tragzeit unter Umständen gar nicht so klein) Tiere, verhindert dass weiterhin eine gesunde Population aufrecht zu erhalten. Denn sogar die Überbleibsel dieser Populationen landen weiterhin als Beifang; in Treib-Netzen, an Haken von Longlines, etc., und Arten die diese kritische Populations-Größe erreicht haben, riskieren, durch zusätzlichen, zufälligen entstandenen Druck (Krankheiten, Naturkatastrophen, Futtermangel etc.) an den Rand der Ausrottung getrieben zu werden und auszusterben… für immer…
Pascal