Pascal Gospodinov

Diplombiologe Pascal Gospondinov ist Reiseleiter und „Kommunikationstrainer“ für die Hai-Mensch-Interaktion. Er gehört zum festen Team des SERC (Shark Education and Research Center) in Grand Cay (Bahamas) und arbeitet schon seit 2003 mit Dr. Ritter.

Pascals Studium war zunächst auf Zoologie und Verhaltensforschung ausgerichtet, bald aber erfolgte eine Spezialisierung auf Hai-Mensch-Themen und -Unfallforschung. Den Ausschlag dafür gab 1995 ein Schwarzspitzenriffhai vor der Isla Margerita (Venezuela). Die Begegnung bewegte und prägte ihn, denn sie unterschied sich eklatant von der damals vorherrschenden akademischen Lehrmeinung. Allein Erich Ritters Forschungsergebnisse deckten sich 1:1 mit seinem eigenen Erleben, und so kreuzten sich beider Wege.

Bislang ist Pascal wohl vornehmlich den französisch- und spanischsprachigen SharkSchool-Workshop-Teilnehmern bekannt. Und auch als Vortragender in Schulen und Tauchvereinen, wo er sich für ein besseres Haiverständnis stark macht. Als passionierter Sporttaucher (CMAS****), UW-Filmer und Hai-Forscher/-Schützer ist Pascal u. a. Gründungsmitglied, wissenschaftlicher Beirat und Vortragsredner der deutsch/Schweizerischen Haischutzorganisation Voice for Sharks.

Am SERC ist Pascal nicht nur Wissenschaftler, Versuchsassistent, Proband, Dozent, Verhaltensforscher und Betreuer der deutschsprachigen Diplom-Studenten. Er arbeitet „nebenbei“ auch an seiner Doktorarbeit, mit Erich als Mentor. Er untersucht, inwieweit menschlicher Stress (psychischer oder körperlicher Natur) das Anschwimmverhalten von Bullenhaien und Zitronenhaien beeinflusst. Der Projektname ist „Bullshark Reaction on Human Stress (BURST)“. Supervisor für den Bereich ‚Menschlicher Stress‘ ist der Neurologe Dr. Kai Lutz der Uni Zürich. Die nördlichen Abacos sind Pascals bevorzugtes Forschungsgebiet, wobei er auch Südafrika, das Rote Meer und die Karibischen Inseln gut kennt.

Neben aller (Hai-)Wissenschaft gilt auch der menschlichen Komponente von Hai-Mensch-Beziehungen Pascals Interesse. Für seine Kursteilnehmer bedeutet dies, dass Sie sich auf kurzweilige, unterhaltsame Wissensvermittlung durch einen sympathischen Trainer freuen dürfen. Pascals offenes Naturell und seine zugängliche Art sind sicherlich auch seiner Internationalität geschuldet; er ist dreisprachig (Deutsch, Englisch, Französisch) in Deutschland aufgewachsen und spricht zudem fließend Spanisch.

Dr. Erich Ritter


SharkSchool™ wird von Dr. Erich K. Ritter geleitet. Er hat an der Universität von Zürich promoviert im Fachgebiet “Behavioral Ecology” (Verhaltensökologie) und ist der weltweit einzige professionelle Spezialist für Hai-Mensch-Interaktion. Als Post-Doktorand arbeitete er an der Rosenschiel Schule der Universität Miami. Er gab Feldkurse für Studenten, Naturfreunde und Taucher auf den Bahamas, Puerto Rico, Jamaica, den Malediven, Ägypten, Mexiko, Costa Rica, Südafrika und Hawaii. Seine Feldstudien führt er primär in den Northern Abacos, Bahamas, am „Shark Education & Research Center” (SERC) durch.

Dr. Ritter ist international als führende Autorität und als Pionier im Bereich der Hai-Mensch-Interaktion anerkannt. Er entwickelte das erste Interaktions-Konzept überhaupt, ADORE-SANE. Es ermöglicht Wassersportlern, sicher mit Haien jedweder Spezies und in unterschiedlichen Umweltbedingungen/-szenarien zu interagieren. Er unterrichtet Taucher, Schnorchler, Rettungsschwimmer etc. darin, wie sie mit Haien sinnvoll und sicher interagieren, worauf zu achten ist, wenn sie ins Wasser gehen und – ganz besonders wichtig – wie sie sich wohl und sicher in der Gegenwart von Haien fühlen.

Dr. Ritter sammelt seit mehr als 35 Jahren Daten von unterschiedlichen Hai-Spezies in aller Welt. Neben einiger Riffhai-Arten liegt sein Fokus auf Bullenhaien, Zitronenhaien und Weißhaien. Er hält Seminare und Vorlesungen weltweit und war bereits zu Gast in diversen Fernseh-Formaten. U. a. hatte er einen kurzen Auftritt im Film SharkWater. Seine Workshops, Vorlesungen und Vorträge hält er auf Englisch und Deutsch.

Unfall-Forensik

Dr. Erich Ritter untersucht, analysiert und rekonstruiert Haiunfälle und stellt die Ergebnisse den Opfern und deren Angehörigen zur Verfügung. Dabei ist er der einzige Hai-Experte, der viele typische Unfallszenarien mit der jeweils involvierten Haiart nachstellt. Sein Verständnis für potenziell gefährliche Situationen mit Haien haben in diesem Forschungsfeld neue Perspektiven eröffnet.

In Zusammenarbeit mit der Global Shark Attack File (GSAF) unterhält das von ihm geleitete Shark Accident Victim Network (SAVN) eine der größten Unfalldatenbanken im Internet mit ca. 4000 analysierten Hai-Unfällen.