Anatomie des Ohres

Das Ohr wird in drei Abschnitten eingeteil:
Das Außenohr, Mittelohr und das Innenohr. Das Außen- und Mittelohr werden mit Luft umgeben, während das Innenohr mit einer Flüssigkeit gefüllt ist. Mit der Ohrtube (Eustach- Röhre) ist das Mittelohr mit dem Nasenrachenraum verbunden.

Außenohr

Als Aussenohr wird von der Ohrmuschel über den Gehörgang bis zum Trommelfell bezeichnet. Das Aussenohr ist an der Oberfläche mit der Umgebungsluft gefüllt und sobald man taucht ist dieser Raum mit Wasser ausgefüllt. Der Äussere Gehörgang hat eine Länge von ca. 14 mm, der innere Teil hat einen knöcherigen Teil von ca. 10 mm. Der Gehörgang ist mit einer Gehörganshaut ausgekleidet und ist sehr schmerzempfindlich. Der Schutz der Gehörgangshaut ist das Ohrenschmalz. Das Ohrenschmalz besthet aus Fettsäuren und Zellresten das zusammen eine saure Masse bildet.

Das Ohrenschmalz ist ein sehr wichtiger Schutz gegen das Ansiedeln von Bakterien und Pilzen und sollte deshalb möglichst nicht entfernt werden. Nur bei größerer Ansammlung von Ohrenschmalz (Creumen) kann man den Überschuß vorsichtig entfernen oder den HNO Arzt aufsuchen, der den Gehörgang speziell reinigt.

Mittelohr

Das Mittelohr ist ein Hohlraum der mit Luft gefüllt ist und über die sogenannte Ohrtrompete (Eustach-Röhre) mit dem Nasenrachenraum verbunden ist. Das Mittelohr reicht von der Innenseite des Trommelfells bis zur knöchernen Abgrenzung des Innenohres. Das Mittelohr dient der Schallübertragung durch die Gehörknöchelchen und dem Unterschied der Größe des Trommelfels zum Ovalen Fenster, dem Übergang zum Innenohr. Das Mittelohr steht nur über die Ohrtrompete mit das Außenwelt in Verbindung.

Durch die Komplexität des Mittelohres wird die Hörleistung bei Luftdruckunterschiede verändert. D. h. um optimal hören zu können, muss das Innenohr immer gut durch die Eustach-Röhre belüftet werden um die optimale Schwingungsfähigkeit des Schallleitungsapparats zu gewährleisten.

Dadurch, dass das Mittelohr vom Trommelfell Luft- und Wasserdicht abgegrenzt ist, wirken auch keine Ohrentropfen gegen Entzündungen des Mittelohres.
Die Ohrtrompete hat eine Länge von 30 – 37 mm. Auf Grund des Unterdrucks beim Abtauchen, muss das Öffnen aktiv vom Taucher durchgeführt werden, allerdings beim Auftauchen kann der Überdruck der im Mittelohr entstanden ist passiv entweichen.

Innenohr

Das Innenohr ist mit einer Flüssigkeit gefüllt, das mit dem ovalen und rundem Fenster in verbindung steht. Durch die Haarzellen in der Hörschnecke wird das Hören ermöglicht.

Im Innenohr befindet sich das Gleichgewichtsorgan die Bogengänge und die Hörschnecke. Die Bogengänge sind für die räumliche Orientierung im Raum notwendig. Das Gleichgewichtsorgan ist auch Unterwasser sehr zum Vorteil, da man auch bei schleichter Sicht ohne Hilfe der Augen oben und unten unterscheiden kann.
Das Innenohr ist ausserdem über eine Kanal (Aquaeductus cochleae) mit der Gehirnflüssigkeit (Liquorraum) verbunden.

Es ist allso möglich, dass Druckerhöhungen im Brustkorbbereich über das Rückenmark und über das Gehirn und letzt endlich auch an das Innenohr übertragen werden können. Aus dieseer Kombination kann ein Innenohrbarotrauma entstehen.