Die Anatomie des Herzens

Das Herz ist ein Hohlmuskel, der das Blut durch den Körper pumpt. Es besteht aus zwei getrennten Hälften. Die rechte Herzseite versorgt den Lungenkreislauf, und die linke Herzhälfte versorgt den Körperkreislauf. Das Blut der echten Herzhälfte stammt aus der großen Hohlvene (Vena cava) und wird in die beiden Lungenvenen (Vena pulmonalis) und wird in die Hauptschlagader (Aorta) gepumpt. Die beiden Kammern trennt die Herzscheidewand (Septum).

Jede Herzhälfte besteht wiederum aus jeweils einem Vorhof (Atrium) und einer Hauptkammer (Ventrikel). Vorhöfe und Hauptkammern sind durch Ventile getrennt. Die Segelklappen, die das Blut nur vom Vorhof in die Hauptkammer fließen lassen, nicht aber umgekehrt.

Rechter Vorhof und rechte Kammer sind durch die Trikuspidalklappe getrennt, die über drei Segel verfügt. Die zweiflüglige Mitralklappe trennt den linken Vorhof von der linken Kammer. Zwischen den Hauptkammern und den abführenden Gefäßen befinden sich ebenfalls Ventile, die so genannten Taschenklappen (Pulmonalklappe bzw. Aortenklappe) Das Geräusch dieser Klappen, kann man mittels eines Stethoskops hören.

Das Herz verbraucht gleich nach dem Gehirn den meisten Sauerstoff. Das Herz hat eine eigene Blutversorgung, die Herzkranzgefäße (Koronargefäße) diese werden von zwei Gefäßen versorgt. Die beiden Herzkranzgefäße überlappen sich kaum, so dass die meisten Areale des Herzens nur über ein Gefäß versorgt werden. Das gesamte Herz ist in einem Herzbeutel dem so genannten (Perikard) eingebackt. So kann das Herz reibungslos im Brustkorb schlagen.

Herzschlagvolumen

Pro Herzschlag werden in Ruhe etwa 70 ml Blut ausgestoßen. Das entspricht in der Minute 6 – 7 Liter. Pro Tag entspricht dies ca. 9.000 Liter Blut was in unsere Gefäße durch gepumpt wird. Im laufe eines Lebens von ca. 80 Jahren, pumpt das Herz folglich, mit ca. 3,5 Mrd. Schläge rund 260 Mio. Liter Blut.
Der Herzschlag wird in zwei Phasen unterteilt, der Arbeitsphase Systole, in der sich das Herz zusammen zieht und das Blut ausstößt.

Die Entspannungsphase Diastole, in der sich das Herz entspannt und wieder füllt. Den Druck, den das Herz dabei aufbaut, bezeichnet man als Blutdruck. Er beträgt während der Systole bei gesunden Erwachsenen ca. 120 mmHg während der Diastole beträgt er ca. 80 mmHG. Diese Werte werden beim Blutdruckmessen ermittelt.

Das Herz arbeitet weitgehend eigenständig sprich autonom. Jede einzelne Zelle des Herzgewebes ist in der Lage mit einem eigenen Rhythmus zu schlagen. Um dennoch einen koordinierten Herzschlag zu ermöglichen, sorgt das Reizleitungssystem für einen Gleichtakt. Störungen führen zu Rhythmusstörungen bis hin zum plötzlichen Kammerflimmern. Häufigste Ursache ist der Herzinfarkt. Herzkraft und Herzfrequenz werden durch den unbewussten Teil des vegetatives Nervensystem und das Hormonsystem beeinflusst.

Das zugehörige Kreislaufzentrum befindet sich im verlängerten Rückenmark, am unteren Teil des Stammhirns die so genannte Medulla oblongata.

Wichtiger Hinweis:
Diese Artikel enthalten nur allgemeine Hinweise und dürfen nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Diese können einen Arztbesuch nicht ersetzten.

Der Herzschlag

Das Herz eines erwachsenen Menschen schlägt im Ruhezustand 60 – 80 Schläge pro min. Unter Belastung kann der Puls auf 180 – 220 Schläge pro min. erhöht werden. Kinder haben einen höheren Puls und ein Leistungssportler hat häufig einen niedrigeren Ruhepuls.

Einen beschleunigten Puls über 100 / min. bezeichnet man bei einem Erwachsenen als Tachycardie Einen langsamen Puls deutlich unter 60 / min wird als Bradycardie bezeichnet. Einen unregelmäßigen Puls nennt man arrhythmisch.