Dekompressionserkrankung

hier wird zwischen DCI “decompression illnes” und DCS “decompression sickness” unterschieden:

DCI wird in der Regel als Oberbegriff für Dekompressionsunfälle verwendet und geht nicht auf spezielle Differenzierungen ein.

Dekompressionserkrankungen entstehen durch Freiwerden von Gasblasen die zuvor im Gewebe oder Blut (Inertgase) wie z. B. Stickstoff oder Helium aus dem gelösten Zustand kommen. Diese Blasen können in unterschiedlichen Größen in den Gefäßen auftreten und so zu mechanischen Schäden oder auch zu Mikro- bzw. Makroembolien zu Sauerstoffmangel in den Geweben kommen.

Folgende Symptome von DCS Type I, wenn Bereiche der Haut oder des Bewegungsapparates mit Juckreiz, Hautrötungen, Schwellungen oder Gelenkschmerzen behaftet sind. DCS Type I kann sich aber innerhalb von bis zu 6 Stunden nach dem Tauchgang als DCS Type II entwickeln. Auch bei nur leichten Symptomen nach Erreichen der Wasseroberfläche können sich noch bedrohliche Krankheitsbilder entwickeln. Bei Hautsymptomen wie z. B. die so genannte Cutis marmorata oder auch lymphatische Schwellung ist eine fortgeschrittene therapiebedürftig Dekompressionskrankheit.

Als schwerwiegende Dekompressionskrankheiten bezeichnet DCS Type II: Diese Dekompressenskrankheit Type II wird häufig bei Tauchern beobachtet die überwiegend als Gas Pressluft atmen und lange, tiefe so wie auf einem kurzen Zeitraum mehrere Wiederholungstauchgänge unternehmen. Symptome treten im zentrale Nervensystem wie Gehirn und Rückenmark, und auch im periphere Nervensystem auf.

Zerebrale Symptome: Sprachstörungen, Bewusstseinsstörungen, Pupillenstörungen, Orientierungsstörungen, Sehstörungen, Epileptische Anfälle und auch Halbseitige Gefühlsstörungen.

Spinale Symptome: Mastdarm- und Blasenstörungen, Rückenschmerzen bzw. Schmerzausstrahlung, Gefühlsstörungen und Lähmungen beider Beine.

Symptome des peripheren Nervensystem: Taubheitsgefühl und Schmerzen in den peripheren Nerven.

Symptome im Bereich des Verdauungssystems: Übelkeit, Erbrechen, krampfartige Schmerzen und Durchfall. Diese Symptome sind selten aber bei Eintritt bedenklich.

Symptome in Bereichen der Lunge: Pulmonale Beschwerden der Dekompressionserkrankung treten frühzeitig nach Erreichen der Wasseroberfläche auf. Durch Einlagerungen von Gasblasen in den Gefäßen der Lungen, kommt es zu Störungen zwischen den Alveolen (Lungenbläschen) und Kapillaren. Es resultieren oberflächliche, flache, schnelle Atmung (Tachypnoe), Husten und Atemnot (Dyspnoe). Ebenso sind Brustschmerzen möglich, die bei starker Atmung zunehmen. Die Vitalwerte müssen ständig überwacht werden so wie Sauerstoffgabe und der schnell Transport in eine Druckkammer sind von sehr hoher Priorität.

Symptome im Bereich der Innenohres: Können bei langen Tauchgängen sowohl mit Pressluft als auch mit Helium auftreten. Beschwerden sind Übelkeit, Erbrechen, Tinnitus, Drehschwindel und verminderte Hörleistung.

Symptome im Herz-Kreislauf-System: Durch einer Dekompressionserkrankung kann es auch zu Herzrhytmusstörungen kommen. Die Ursache kann wissenschaftlich noch nicht direkt in Verbindung gebracht werden, aber es liegt nahe, dass eine Sauerstoff-Unterversorgung der Herzkranzgefäße durch eine Gasembolie vorliegt. Das gleiche trifft auch auf das Reizleitungssystem des Herzens, wo dadurch die Arrhythmie ausgelöst wird.

Auf Grund von größeren Gasblasen im Gefäßsystem besteht die Gefahr von Verschlüssen (Embolie) in Arterien bzw. Arteriolen. In Folge kommt es zu Durchblutungsstörungen (Ischämie) und somit einer Sauerstoffunterversorgung (Hypoxie) der einzelnen Gewebe. Betroffene Organe können Gehirn, Niere, Milz, Herzkranzgefäße und Darm sein. Ist das betroffene Organ das Gehirn, so ist eine Gasembolie mit einem Schlaganfall vergleichbar (zerebrale Dekompressionserkrankung).

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und dürfen nicht zur Selbstdiagnose oder – behandlung verwendet werden. Diese können einen Arztbesuch nicht ersetzten.