Lungenruptur

Eine Lungenruptur ist der Einriss des Lungengewebes. Diese Verletzungsart entsteht durch äussere Einwirkungen z. B. bei Autounfällen, aber auch beim Tauchen mit Atemgerät. Sollte der Taucher durch Luftanhalten oder durch einen Stimmrizenkrampf die Luft in seiner Lungen nicht mehr ausatmen können, so kommt es zum Lungenriss, dem sogenannen Pneumothorax.

Hier wird wiedrum unterschieden zwischen dem normalen Pneumothorax, dem Spannungspneumothorax, dem offenem Pneumothorax und dem Hämatothorax.

Einfacher Pneumothorax

Beim einfachen Pneumothorax gelangt Luft in die Pleuraspalte so wird der Unterdruck aufgehoben und die Lunge fällt teilweise oder ganz in sich zusammen. In der Hauptsache sind stumpfe Gewalteinwirkungen für kleine Lungen risse verantwortlich, aber auch die Überblähung der Emphysembläschen bzw. Platzen bei zu schnellem Aufstieg beim Tauchen an die Oberfläche. Die Symtome des Verunfallten ist eine massive Atemnot.

Diese Verletzungsart ist eine Notarztindikation und dem Verunfallten muss ausreichend Sauerstoff verabreicht werden und eine sizende aufrechte Körperhaltung.

Spannungspneumothorax

Der Spnannungspneumothorax ist die am häuffigsten auftretende lebensbedrohliche Komplikation von Thoraxverletzungen. Die Verletzungsart entsteht durch einen Ventilmechanismus, entweder von aussen oder von innen. Luft dringt in den eingerissenen Lungenlappen in die Brusthöhle ein. Atmet der Patient aus, so wird ein Stück Thoraxwand wie eine Tür von innen zugedrückt und die Luft kann nicht mehr entweichen. Mit Zunahme des Luftvolumens steigt der intrathorakale Druck auf der beschädigten Seite an und verdrängt den Mittelfellraum (Mediastinum) zur Gegenseite.

Auf Grund dieser Verletzung wird die gesunde Seite der Lunge und die Hohlvenen (Vv. cavae) komprimiert. Durch die Kompression der Holvenen wird der Rückstrom des Blutes zum Herzen gedrosselt, wodurch das Schlagvolumen bedrohlich abnimmt. Es entstehen Rhythmusstörungen die letzt endlich zu Kammerflimmern führen. Das Krankheitsbild ist sehr dramatisch, der Patient hat extreme Luftnot und wird zyanotisch (blaufärbung der Haut bzw. Lippen), so wie gestaute Halsvenen und eine sogenannte obere Einflusstauung. Keine Atemgeräusche auf der betroffenen Seite, und der Schockzustand verstärkt sich sehr schnell. Notarztindikation!!

Offene Thoraxverletzungen

Offene Thoraxverletzungen kommen in Deutschland weniger vor als wie z. B. in den USA. Obwohl diese Verletzung mit Tauchen nicht in Verbindung gebracht wird, möchte ich es trotzdem kurz erläutern.

Bei dieser Verletungsart handelt es sich meistens um Schussverletzungen, die meist sehr heimtückisch sind da kleine Eintrittspforten zu sehen sind, aber im Körper ausgedehnte Zerstörungen bewirken. Diese Veletzung führt meistens nicht nur zu Pneumothorax jeder Art, sonder durch Splitterbildung auch zu Schädigungen (Läsionen) in anderen Körperregionen.

Neben zunehmender Atemnot und schnellen Atembewegungen (Tachypnoe) sowei eine Zyanose und Schmerzen, kann der Austritt von blutige-schaumigen Sekret aus der Wunde beobachtet werden. Auf Grund der Hypoxie wird das Bewusstsein des Patienten immer mehr eingetrübt.

Hämatothorax

Massiver Hämatothorax
Wenn sich Blut im Pleuraspalt sammelt, wird von einem Hamatothorax gewprochen. Ein massiver Hämatothorax besteht dann, wenn der Blutverlust in die Brusthöhle mindestens 1500 ml beträgt. Jede Thoraxhälfte kann bis zu 3000 ml Blut fassen. Ein Hämatothorax entsteht häuffiger durch penetrierende als durch stumpfe Verletzungen. In jedem Fall ist ein großes Gefäß entweder in der Lunge oder im übrigen Kreislauf ruptiert. Durch die Ansammlung des Blutes im Pleuraspalt wird der Lungenflägel auf der betroffenen Seite komprimiert.

Bei großen Blutansammlungen, wid das Mediastinum (Mittelfellraum) verdrängt. Die obere und unterer Hohlvene sowie die gegenüberliegnede Lunge werden zusammengepressst. Somit wird der enorme Blutverlust durch eine Hypoxämie (absinken des Sauerstoffgehalts im Blut) verkompliziert.

Die Zeichen und Symptome des massiven Hämatothorax entstehen sowohl durch den erheblichen Blutverlust als auch durch die Beeinträchtigung der Atemfunktion. Der Patient kann entweder durch den Blutverlust, oder durch die Quetschung des Herzens, oder der großen Gefäße im Thorax hypoton (niedriger Blutdruck)sein. Angst und Verwirrtheit tritt durch Hypovolämie (geringes Blutvolumen) und Hypoxämie (Sauerstoffmangel) auf. Ebenfalls können Schockzeichen auftreten.

Dieses Krankheitsbild ist eine absolute Notarztindikation!

Wichtiger Hinweis:
Diese Artikel enthalten nur allgemeine Hinweise und dürfen nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Dies kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.