Lungenverletzungen beim Tauchen

Barotrauma der Lunge
Die Atemwege und Lunge, können einen hohen und gleichmäßigen Druck akzeptieren. Ob beim Tauchen oder in Druckkammerfahrten wird der menschliche Körper bzw. die Lunge mit sehr hohen Drücken konfrontiert. Bei plötzlichen Druckunterschieden kann dies zu schweren Verletzungen führen, das sogenannte Lungen – Barotrauma auch als pulmonales Barotrauma genannt. Diese Verletzungsart beim Tauchen, stellt das zweithäuffigste Unfallrisiko nach dem Ertrinkungstod dar. Wie in unseren Stirnhölen als auch der Luftraum im Mittelohr muss auch das Luftvolumen in unseren Lungen nach dem Prinzip von Boyle Mariotte beim Tauchen nach Verlassen der Tiefe ausgeglichen werden, d. h. bei einem Luftvolumen von 5 Liter in der Lunge haben wir in einer Tiefe von z. B. 30 Meter das vierfache an Volumen in unserer Lunge, entsprich 20 Liter Luft. Es ist folglich notwendig bei einem Aufstieg die Luft fortwährend abzuatmen.

Vollzieht sich der Aufstieg schneller als man die Luft abatmen kann, so kann es zur Überdehnung der Alveolen kommen und letzt endlich zum Gewebeeinriss durch den das Gas entweicht. Diese Form des Barotraumas kann durch Lungen- und Bronchialerkrankung, oder auch durch Verschluss der oberen Atemwege (Luftanhalten) verursacht werden.

Das Air Trapping (Luftstau) kann in jeder Region der Atemwege auftreten und hat zur folge, dass es zum Einriß der Alveolen und Bronchien kommen kann. Die austretende Luft entweicht ins Gewebe. Die entweichende Luft kann von dort unter die Haut vordringen und ein sogenanntes Mediastinalemphysem verursachen. Die Luft kann auch in das Lungenfell über den Einriss der Lungenbläschen (Alveolen) eindringen und hat zur Folge eines Pneumothorax.