Psyche beim Tauchen

Auf Grund immer besseren Technologien der Ausrüstung macht das Tauchen immer sicherer und auch einfacher. Tauchunfälle die auf ein technisches Versagen der Ausrüstung zurückzuführen sind, werden immer seltener. Etwa 80 % der Tauchunfälle sind auf menschliches Versagen zurückzuführen. Durch Angst und Panikattacken kommt es meistens zu tödlichen Tauchunfällen. Es ist dadurch ersichtlich, dass die Psyche beim Tauchen eine sehr große Rolle spielt.

Die Psyche

Für Tauchschüler oder auch Taucher die längere Zeit nicht im Wasser waren, bewirkt die Unterwasserwelt einen zusätzlichen Stressfaktor. Das Ganze wird noch verstärkt durch Bewegungseinschränkung, vermindertes Sichtfeld, Kälte, schlechte Sichtverhältnisse und auch die fremde Art sich schwerelos Unterwasser fort zu bewegen. D. h. Viele Dinge die an der Wasseroberfläche uns normal erscheinen, wie das Fahren mit dem Auto oder ein Spaziergang im Park, so wird Unterwasser das Betrachten oder plötzliches Auftachen eines Felsens für einen Anfänger als unheimlich empfunden und ist eine Herausforderung dort vorbei zu schwimmen.

Für Taucher die längere Zeit nicht mehr tauchen waren, können das erlernte wieder schnell abrufen.

Art des Menschen

Es gibt Menschen, die eine gewisse Anfälligkeit für Panik und Angst unter Wasser aufweisen. Emotionale Labile Menschen benötigen einen Tauchgang als Selbstbestätigung da Sie berufliche- oder private Probleme haben.

Aber auch Menschen die einen hohen Drang zum Risiko haben. Diese Risikobereitschaft kann zur Fehleinschätzungen und Verharmlosung von bestimmten Gefahrenmomenten kommen. Wenn zu den persönlichkeits bedingten Faktoren noch ein angstauslösender Reiz dazu kommt wie z. B. Stömung oder ein größeres Tier unter Wasser so ist der Taucher an einem Punkt angelangt, dass er mit den vielen Reizen überfordert ist und das Ganze kommt zur Angst- bzw. Panikattake.

Faktor Angst

Angst liegt in den Genen der Menschheit, dieses Gen wurde dem Mensch seit seiner Entstehung bzw. Entwiklung mit gegeben. Es diente vor tausenden von Jahren auch zum Selbsterhalt, denn der Mensch musste z. B. vor großen Tieren flüchten um nicht gefressen zu werden aber auch vor seinen Gleichgesinten.
Befindet sich der Mensch in einem Angstzustand, ist es Ihm möglich Situationen zu analysieren oder anders struktuieren oder zu verlassen.

Bei entstehung der Angst ist der jenige nicht im stande die Situation zwischen seinem Gefühl und den äusseren Reizen gegen zu wirken. Diese Situation ist mit einem großen Stressfaktor behaftet. Der Körper versucht diesen Stress zu beenden und das Gleichgewicht wieder herzustellen. Wenn das gelingt, ist alles gut. Sollte es aber nicht gelingen, so baut sich der Stress immer mehr auf und es kommt zur Panik, d. h. der Mensch denkt dann irrational, reagiert und handelt dann vollkommen falsch. Wie so oft passiert, einen zu schnellen Aufstieg an die Wasseroberfläche, das mit einem Lungenriß enden kann. Aber auch das entfernen des eigenen Atemreglers ist auch ein irrationales Denken auf Grund des hohen Stressfaktors. Auch Erschöpfungszustände können bis zum Tod führen. Was am Ende die Angst auslöst ist von Mensch zu Mensch verschieden und kann nicht pauschaliert werden.

Ganz wichtig für Tauchanfänger, dass sie das Tauchen bei einem Tauchlehrer erlernen der ihnen sympatisch ist und bei dem sie sich wohl fühlen.
Es ist von sehr großer Bedeutung, dass Tauchschüler langsam an das Tauchen herangeführt werden, um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Das Ganze ist auch abhängig vom jeweiligen Gewässer in dem das Tauchen erlernt wird.

Im Süden wie z. B. Indischer Ozean oder auch am Roten Meer ist das Wasser warm und meistens sehr klar, hier kommt weniger Stressfaktor auf als in einem heimischen See der kalt, dunkel und schlechte Sichtverhältnisse aufweist.