Was ist Sporttauchen?

Zum Sporttauchen:
Der Tauchsport hat sich ab Ende der 60er Jahre bis heute zu einem Massensport entwickelt, da immer mehr Leute die Unterwasserwelt erkunden wollen. 

Auf Grund des Flugverkehrs ist es auch immer leichter ferne Länder zu bereisen, um dort seinem liebsten Hobby, dem Tauchsport, nach zu gehen. 

Da es viele Leute vorziehen den Tauchschein in wärmere Gewässer zu machen, wird häufig nur das nötigste dem Tauchschüler beigebracht, um möglichst viele Schüler in den Kursen vor Ort durch zu schleusen. 
Ich rate jedem, der solide das Tauchen erlernen möchte, einen Tauchkurs in Deutschland zu belegen, da das Tauchen in unseren Gewässern wesentlich anspruchsvoller ist und somit dem Tauchsport einen ganz anderen Stellenwert bestätigt und das Unfallrisiko wesentlich minimiert.

Mein Tipp aus eigener Erfahrung: wenn man den Tauchkurs abgeschlossen hat und sich für Tauchausrüstung interessiert, dann sollte man nicht blindlings Equipment kaufen, weil das vielleicht z. B. die besten Flossen sind.



Gehen Sie in Ihren Tauchladen und lassen Sie sich beraten bzw. fragen Sie ob Sie Equipment testen können. 



Sollten Sie momentan entscheiden, dass Sie noch kein Equipment kaufen wollen, und Sie trotzdem gerne zum Tauchen ins Ausland fahren möchten, dann empfehle ich Ihnen trotz dessen, sich einen vernünftigen Atemregler und zwar einen der auch kaltwassertauglich ist zu kaufen. 
Ausserdem macht es Sinn sich eine Tauchermaske zu besorgen, denn eine Tauchermaske die nicht vernünftig passt kann einem den ganzen Tauchgang vermiesen. 
Alles andere, wie z. B. Taucherjacket, Flossen, Anzug, Füßling usw. kann man sich in einer vernünftigen Basis ausleihen.


Beim Tauchen gilt nicht die Devise, wer tiefere oder längere Tauchgänge absolviert ist der Beste.



Wer das Tauchen vernünftig betreibt und stets mit seinem Body, sich selbst und mit seinem Equipment im Einklang ist, der wird im Tauchsport mehr Freude haben und auch seine Gesundheit schonen. 



Wenn Sie mit mehreren Leuten zum Tauchen fahren, ob das an unseren Seen ist, oder Sie an einer Tauchsafari teilnehmen wollen, vermeiden Sie es unter Gruppenzwang zu stehen.

Was ich damit meine ist folgendes: wird der Tauchgang von der verantwortlichen Person besprochen und Sie sind mit einem Punkt, z. B. dem Tiefenlimit, nicht einverstanden, dann wenden Sie sich an die verantwortliche Person bzw. Tauchlehrer und besprechen Sie mit Ihm, dass Sie sich den Anforderungen nicht gewachsen fühlen, und Sie würden lieber mit jemanden tauchen, der einen weniger so tiefen Tauchgang mit Ihnen unternimmt. 
Wenn es vernünftige Taucher sind, wird es Ihnen niemand übel nehmen. Sollte dies aber doch der Fall sein, dann wissen Sie in Zukunft ganz genau, mit wem Sie auf gar keinen Fall zum Tauchen gehen sollten. 
Tauchen ist kein Leistungswettbewerb, sondern im Bodyteam einen Tauchgang vernünftig zu planen und durch zu führen, wobei Sicherheit an erster Stelle steht.
(plan your dive and dive your plan). 
Das Tiefenlimit im Sporttauchbereich ist auf 40 Meter begrenzt, was absolut Sinn macht, da ab 40 Meter jeder mit den Symptomen der Stickstoffnarkose ein Problem bekommen kann. 
Dies variiert nach Ihrem Ausbildungsgrad (OWD Limit 18m) oder nach Tauchgebieten (z.B. Rotes Meer, Malediven .. Tiefenbegrenzung bei 30m). 
In warmen Gewässern, wie z. B. der Indische Ozean oder das Rote Meer, wird überwiegend mit einer Ersten Stufe und mit zwei Zweiten Stufen getaucht, da die Vereisungsgefahr dort am geringsten ist. 
In unseren Gewässern ist es ratsam und auch zum Grossteil vorgeschrieben mit zwei Ersten Stufen zu tauchen. 


Auch als Sporttaucher sollte man sich Gedanken machen, „was ist wenn“.

Was ist wenn mein Atemregler bei 30 Meter Tiefe vereist. 
Auch wenn ich das Flaschenventil abdrehen kann, um den Luftverlust zu stoppen, hab ich bei einem Abgang, sprich einer Ersten Stufe, nicht die Möglichkeit zu atmen. 
Viele der geübten Sporttaucher werden vermutlich jetzt sagen: “Dann schwimme ich halt zu meinem Tauchpartner, um bei Ihm Luft zu atmen”. Na ja, das hört sich oft leichter an als getan. Wenn der Partner unmittelbar bei mir ist, dürfte es kein Problem sein. Aber in den meisten Fällten befinden sich die Tauchpartner mehr als 2 Meter voneinander entfernt. Sogar bei 2 bis 3 Meter Entfernung plus aufkommenden Stressfaktor des abblasenden Automaten ist auch die Entfernung nicht leicht zu bewältigen, vor allem für Taucher, die noch wenig Erfahrung haben. 
Meine Empfehlung zu diesem Punkt ist, ein redundantes Atemgerät mit zu führen. Z. B. ein Doppel 7 mit absperbarer Brücke. 
Sollte ein Atemregler abblasen, hat man immernoch eine zweite Flasche zur Verfügung. Dieses kleine Doppelgerät wiegt nicht mehr wie eine mono 15er Flasche und der Tragekomfort ist um einiges besser.

Ebenfalls zur Tauchgangsplanung gehört die Luftlogistik: 
Im Technischen Tauchen spricht man von der Drittelregelung, was so viel bedeutet, > 1 Drittel Hinweg, 1 Drittel Rückweg und 1 Drittel Reserve, d. h. mit der Reserve beendet man den Tauchgang.

Beispiel: eine Doppel 7 hat ein Luftvolumen von 2800 Liter. Beim Hinweg werden 933 Liter verbraucht – entspricht 67 bar Luft, beim Rückweg ebenfalls mit 67 bar Luft – entspricht 933 Liter und mit 67 bar geht man wieder aus dem Wasser. Diese Drittelregelung in diesem Beispiel beruht auf einen Fülldruck von 200 bar. Du bist somit auch bei einem Sporttauchgang immer auf der sicheren Seite.
 Ebenfalls zur Tauchgangsplanung gehört der persönliche Luftverbrauch in einer Minute auf Tiefe (Atemminutenvolumen). 
Das ist relativ leicht zu ermitteln. Du machst einen Tauchgang mit Deinem Tauchpartner auf z. B. 30 Meter. Sobald Du mit Deinem Tauchpartner die Tiefe erreicht hast, notierst du den Fülldruck Deiner Flaschen. Nach verlassen der Tiefe in 15 Minuten wird abermals der Fülldruck notiert. 
D. h. der Verbrauch war z. B. 60 bar x 14 Liter Deiner Doppel 7er = 840 Liter 
840 Liter : 15 Minuten = 56 Liter in der Minute : 4 bar – entspricht 30 Meter Wassertiefe = 14 Liter in der Minute. 
14 Liter in der Minute eines Tauchgangs, ist sehr entspannt. Bei einem Tauchgang unter Stress, kann sich das AMV schnell auf 25 bis 35 Liter Luft erhöhen. Deshalb ist es immer ratsam eine gute Reserve Luft mit in die Berechnung einzubauen. Denn eine Null-Luft-Situation Unterwasser ist das schlechteste, was man haben kann!!!!